The World of Balloons

Schöpfungsgeschichte

Eine Erfindung verändert die Welt

Als der erste Ballon in die Welt kam, war er sehr klebrig, stank und war nicht besonders lange haltbar.

Wir schreiben das Jahr 1824: In London wird der ersteLuftballon aus Gummi hergestellt. Der Erfinder, ein Physiker namens Michael Faraday, fertigte eine Tüte aus Rohgummi an und befüllte diese mit Wasserstoff. Die Tüte dehnte sich sehr stark aus, wurde dadurch fast transparent und schwebte langsam zur Decke.

Schon ein Jahr später verkaufte der Engländer Thomas Hancock ein Material-Set, aus dem jeder seine eigenen Luftballons herstellen konnte. Mit einer Spritze wurde eine Blase in eine dickflüssige Gummimasse gepustet und dann getrocknet. Fertig war der Ballon.

Der Ballon entwickelt sich

Die ersten vulkanisierten Luftballons wurden 1847 ebenfalls in London hergestellt. Durch die Vulkanisation entsteht aus dem Kautschukrohstoff ein Gummi mit
dauerelastischen Eigenschaften. Ballons aus diesem Material waren wesentlich länger haltbar, stanken nicht und klebten zudem nicht mehr aneinander.

Was allerdings alle Ballons gemeinsam hatten, war die Form: Sie waren alle rund. Erst im nächsten Jahrhundert, im Jahr 1912, hatte der Amerikaner Harry Rose Gill die Idee, eine andere Form zu wagen: Ein ovaler Ballon, den er Zeppelin nannte.

Der Ballon erobert die Bühnen der Welt

Die Faszination ist nicht zu stoppen: Show-Magier aus den USA fügen mehrere Ballons so zusammen, dass sie Gegenstände oder Tiere darstellten. Die so genannten „Balloon-Workers“ traten erstmalig 1938 auf die Straßen. Ein gewisser H. J. Bonnert aus Scrancton, Pennsylvania, berichtete erstmals, dass er 1939 auf einer Magier-Versammlung in Pittsburgh das Modellieren von Ballons vorführte. Der Durchbruch war geschafft.

Das Modellieren von Figuren aus nur einem Ballon geht wahrscheinlich auf den Engländer Wally Bogh, mit Künstlernamen Windy Blow, aus dem Jahre 1945 zurück. Aktenkundig wurde das Ballon-Modellieren erstmals im April 1952 durch einen Artikel von Charles Cole in der Zauberfachzeitschrift „Magic-Magazine“, den er „Balloonology – A New Sideline For Magical Entertainers“ betitelte.